BIOGRAFIE

HARRIET KRIJGH, Violoncello

„Krijghs mitreißendes, feuriges Temperament, der leidenschaftliche Impuls ihrer Spielweise, der Nuancenreichtum ihrer Farben- und Ausdrucksskala wirkten schlicht beglückend“, so beschrieb Die Rheinpfalz das Spiel der niederländischen Cellistin Harriet Krijgh. Heute zählt sie zu den aufregendsten und ausdrucksstärksten Künstlerinnen der Gegenwart; ihr kantables Spiel berührt und begeistert Publikum wie Presse gleichermaßen.

Harriet Krijgh ist sowohl als Solistin mit großen Orchestern als auch als leidenschaftliche Kammermusikerin eine weltweit gefragte Künstlerin. Internationale Konzertreisen führen sie regelmäßig in die bedeutendsten Säle Europas, Nordamerikas und Asiens. Sie konzertierte mit renommierten Klangkörpern wie dem Boston Symphony Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern sowie dem London Philharmonic Orchestra. Weitere Engagements verbanden sie mit der Academy of St Martin in the Fields, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, der Hong Kong Sinfonietta und dem Sydney Symphony Orchestra. Auch bei namhaften Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Grafenegg Festival und der Schubertiade Hohenems ist sie ein gern gesehener Gast. Als „Preisträgerin in Residence“ prägte sie 2019 in rund 25 Konzerten den Festspielsommer der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Ihre tiefe Liebe zur Kammermusik führte sie im Frühjahr 2019 zum renommierten Artemis Quartett, dem sie bis 2021 angehörte und mit dem sie auf den wichtigsten Bühnen weltweit gastierte. Zuvor übernahm sie bereits in den Jahren 2017 und 2018 von Janine Jansen die künstlerische Leitung des Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht. Ein besonderes Herzensprojekt ist ihr eigenes Festival „harriet&friends“ auf Burg Feistritz in Niederösterreich, das im Sommer 2026 bereits sein fünfzehnjähriges Bestehen feiert.

Ihre Diskografie ist ebenso vielseitig wie umfangreich. Nach einer langjährigen und intensiven Zusammenarbeit mit dem Label Capriccio, für das sie zahlreiche CDs – darunter die Cellokonzerte von Kabalewski, Haydn, Brahms und Miklós Rózsa – einspielte, war sie Exklusivkünstlerin bei Deutsche Grammophon (u. a. „Silent Dreams“ und Vivaldi). Aktuell setzt Harriet Krijgh ihre erfolgreiche Aufnahmetätigkeit wieder bei Capriccio fort. In dieser Zusammenarbeit erschien auch ihre Aufnahme der Cellokonzerte von Elgar und Dvořák, eingespielt mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Martin Sieghart.

Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Harriet Krijgh leidenschaftlich der pädagogischen Arbeit. Von 2023 bis 2025 lehrte sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im innovativen „Maestri Master Cello“ Team-Teaching-Programm. Darüber hinaus gibt sie regelmäßig internationale Meisterkurse, um ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.

Harriet Krijgh ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe; so gewann sie unter anderem den Ersten Preis sowie den Publikumspreis bei der Cello Biennale Amsterdam. In der Saison 2015/2016 war sie zudem „Rising Star“ (ECHO).

Sie spielt auf einem von Domenico Montagnana (1723) in Venedig gebauten Cello mit einer Stradivarius-Schnecke, welches ihr von der Angelika Prokopp Privatstiftung zur Verfügung gestellt wird.