Wiener Musikverein

Harriet Krijgh brillierte in einem von Gustavo Gimeno exzellent dirigierten, farbenreichen Programm der Symphoniker

Danach triumphierte die 27-jährige Cellistin Harriet Krijgh beispiellos als Solistin des a-Moll-Cellokonzerts von Camille Saint-Saëns: Begeisternd der große, warme, schlackenlose Ton, die Fähigkeit für innige, endlose Phrasen, die nie aufdringliche, sympathische und einnehmende Präsenz – auch dank eines kostbaren Instruments (Giovanni Paolo Maggini).

Krijgh, Gimeno und den Symphonikern gelang eine schlanke, „entstaubte“ Wiedergabe eines kostbaren Stücks, das oft unter der Ablage in der Rubrik „Schöne Stimmen, schöne Weisen“ zu leiden hat. Der auch hierzulande unterschätzte Saint-Saëns hat da dem Cello eine emanzipierte Rolle zugeschrieben, in der Harriet Krijgh wunderbar aufgehen konnte.

Source: Walter Gürtelschmied | Die Presse 25.03.2019